Texte

KLEINE GEILE HEILE WELT

Morgen geh ich aus dem Haus, guck mir ein paar Leute aus, baller ihn´ die Köppe weg. - Das ist nicht Dein Ernst!- Doch!
Hab die Schnauze voll von denen, die mir auf die Drähte gehen. - Und wenn Du sie alle tötest, sind sie nicht mehr da? - Ja!

Weil die alle Scheiße labern, weil die andre Götter haben, weil ich einen schlechten Tag hab. - Das ist Grund genug? - Genau! Weil ich damit richtig lieg, mach ich jetzt mal selber Krieg. Und, wie findste das? - Das ist ganz schön krass. - Hass!

Kleine geile heile Welt, Bomben auf Dein Blumenbeet. Schüsse auf den Tankwart, Feuer in der Schrankwand.
Alles liegt in Scherben, alle müssen sterben. Alle müssen tot sein, komm, wir trinken Rotwein.
Hass!


VERBOTEN

Özel. Yasak. Privat. Verboten.
Ein Bier auf der Straße, verboten! Ein Kuss auf der Straße, verboten! Der öffentliche Raum, privat! Leben, verboten!
Ich sehe die Bretter vor den Köpfen, ich sehe die Wand vor der Farbe, ich sehe den Wald vor lauter Bäumen, aber wo ist der Scheiß-Käfer auf dem verdammten Moos? Kann ich nicht sehen. Tanz das weg! Tanz das weg!
Nackte Haut, verboten! Nackte Wahrheit, verboten! Nackte Haut, privat! Nackte Angst, erlaubt!
Da sitzt die Härte an der Macht, und alle steh’n unter Verdacht, wir werden alle überwacht, da hockt die Arroganz im Netz breitet sich aus… tanz das weg, tanz das weg, tanz das weg!

HUND

Die Wut hat sich verändert, sie will nicht mehr so oft raus, sie ist wie'n alter Hund, der schläft sich lieber aus. Liegt müde auf der Matte und träumt von...nix. Und knurrt nur noch, wenn die betrunkenen Hools von nebenan aus der Kneipe komm'... deine Wut is'n Hund.

Der Hund ist aufgewacht und er will aus seiner Haut...raus. Er springt dem Wahnsinn an die Kehle und er stösst dabei 'nen Laut...aus. Doch der Wahnsinn kann entkommen, verbreitet weiter Schrecken. Der Schrecken soll verrecken, wir verstecken uns nicht, lass uns mehr schlafende Hunde wecken... deine Wut is'n Hund.

Der Hund kann wieder riechen, der Hund kann wieder hüpfen. Alle Hunde woll'n Hundefreundschaften knüpfen. Sie könn' zusammen fliegen, sie könn' zusammen landen. Und sie bilden Hundebanden, um zu leben und sie fanden eine Art sich zu bewegen, die war schön!... deine Wut is’n Hund

NICHT GUT

ich wache auf und hab vom tod geträumt, die schatten sitzen mir noch im genick. das radio bringt das neueste aus der welt,
da hat jemand meine träume ins radio geschickt: NSU und NSA – da brauch ich erst mal kaffee. 500 tote im mittelmeer – bitte erst mal kaffee! waffenexporte, menschenhandel – kaffee ist fertig, milch dazu. ...und dann ist die milch sauer

das - das ist - das ist nicht – das ist nicht gut
das hat system, ist ein größeres problem. nicht, dass ich damit nicht leben könnte, gut, dass ich ein paar leute kenn´
das ist nicht gut. nicht, dass ich damit nicht leben könnte

ich geh zum fenster, schau ne weile raus, gegenüber setzt du dir die schwarze mütze auf.
du gehst auf die straße, viele andre sind dabei, du hast was zu sagen: reclaim the night!
da kommen schon die bullen, es gibt nen platzverweis: "na und? kein meter!"
da kommt ne faust auf dich zu und dann wird’s dunkel

das - das ist - das ist nicht ...

eine faust, eine knarre, ein typ.
eine faust ins gesicht, an der faust is´n bulle dran – nicht gut!
eine knarre an der schläfe, an der knarre is´n fascho dran - nicht gut!
ein typ auf dir drauf und das hast du nicht erlaubt – nicht gut!

PRINZESSIN

Heute mach ich mal was andres, heute bin ich mal Prinzessin, ich werd gegen Monster kämpfen und die ganze Welt retten
Heute bin ich mal Prinzessin, ich werd heute garnix tun, und mich in die Sonne legen, um mich richtig auszuruhn

Ich seh den ganzen Tag nur Scheiße und davon komm ich scheiße drauf. Ich bin vielleicht hier nur die Klofrau, doch Luft zum Atmen brauch ich auch. Ich träum so gern von grünen Wiesen -so heißt hier auch der Frischeduft- mein Kopf is voll, ich kann nich denken, nur noch: ich muß mal an die Luft

Same shit, different day, same shit

Papier, Metall, vor allem Flaschen, die hol‘ ich alle aus dem Müll, am liebsten sind mir die aus Plastik, die ander’n bring‘ ja nich‘ so viel. Nu guck mal nich‘ so komisch rüber, als hätt’ste das noch nie geseh’n, mir wär‘ was anderes wirklich lieber, als ohne Kohle dazusteh’n.

Heute mach ich mal was andres, heute bin ich mal Prinzessin...

Ich fahr voll den dicken Wagen, wenn andre hupen, bleib ich stur, ich muss in zweiter Reihe parken, denn ich bin hier die Müllabfuhr. Ich mach täglich euern Dreck weg, ich kenn mich aus mit dicken Tonn‘, ich spiel jede Woche Lotto, doch da hab‘ ich noch nie gewonn'.

Same shit, different day, same shit...


VRAGEN

Ik ben iemand die de woorden telt, die geen betekenis meer hebben. Ik raap ze op en maak er vragen van.

Waarom is het meestal alleen prestatie, die iets betekend. Waar viert de hypocrisie haar gemak.
Waarom zie ik uit dit raam armoude en rotzooi. Wanneer is de geleijkheid ermee gestaakt een ideaal te zijn.
Sinds wanneer vraag ik me niet meer af waarom de één veel heeft en de ander niet.

Ik ben iemand die de woorden telt, die geen betekenis meer hebben. Ik raap ze op en maak er vragen van.

Wanneer zijn de mensen ermee gestaakt zelf te beslissen. Waar houden de gedachtes op nieuwe wegen te gaan.
Wanneer is het leven ermee gestaakt ons te voldoen. Waarom sluit men mensen voor hun gedachtes op.
Waar begint de luxe van de wanhoop en waarom schudt geen kracht aan deze statica.

Ik ben iemand die de woorden telt, die geen betekenis meer hebben. Ik raap ze op en maak er vragen van.

BEDEUTUNG

du hast ganz gut mit überleben zu tun, hältst deinen kopf mühsam über wasser
da kriegt das atmen eine andere bedeutung, wann kommt endlich wer und zieht den stöpsel

du bist gekommen, um hier ruhe zu finden und was dann kam: stacheldraht
n haufen papiere oder sans papiers, da kriegt bewegung eine andere bedeutung

heute sind wir hier und morgen sind wir eine erinnerung an hier

um dich herum liegen so viele am boden, die meisten von denen steh’n auch nicht wieder auf
die werden nicht mal irgendwo begraben, da kriegt der tod eine andere bedeutung

was ihr hier hört, ist keine popmusik. das ist unser beat und die wut groovt mit
tanzt aus der reihe mit ausfallschritt, da kriegt musik eine andere bedeutung

heute sind wir hier und morgen...


LOU

Vor zehn Jahren hattest du noch’n Mops. Der Streit mit Lou war noch nicht fortgeschritten.
Du hattest noch’n Boot ohne Leck, du hattest noch’n Gefühl, doch auch da ist schon alles nix mehr gewesen.

Für dich ‘ne Strophe, für mich’n Refrain, doch wenn die Lieder sowieso nicht mehr brennen,
ist’s auch egal, wohin wir rennen: vor die Wand, ins Wasser, in die Abhängigkeit.
Ich sag dir was: Es ist nicht egal, und was du tust, ist nicht egal, doch jetzt ist es verdammt nochmal einfach nur zu spät.

Eiszeit, Scheißzeit, Lebenszeit. Stadt, Land, Fluss, Kontrollverlust,
Das Leben ist zu kurz für lange Langeweile.
Der Affe fällt nicht weit vom Stamm, reim dir alles selbst zusamm‘,
Damit du immer weißt, woher der Hase weht!

Du wolltest immer nach woanders, doch du bist gar nicht angekomm‘.
Du wolltest immer auf ‘ne Insel, doch du bist gar nicht losgeschwomm‘.

Boring life

Du wolltest immer nach woanders, doch du bist gar nicht angekomm‘.
Du wolltest immer auf ‘ne Insel, doch du bist gar nicht losgeschwomm‘.

Jetzt liegst du tot auf diesem Teppich, der Hund kläfft neben dir. Hat das Vieh dich überlebt?! Ist auch nicht schön für das Tier.
Und Lou hat sich nicht mehr gemeldet, dem warst du immer scheißegal, auch wenn er dir damals Geld lieh, doch auch da ist schon alles nichts mehr gewesen.

Ich sag‘ dir was! Und was du tust! ‚N‘ Gruß an Lou!

FALL

Neither woman nor man, neither beggar nor queen, neither beauty nor beast, just a snowflake - maybe

I want to fall into the absence of gravity, I want to fall, never touching the ground
Chains are broken, I feel free. Free, even from myself

I´m sick of "my house, my car, my wife". I´m sick of “I have, therefore I am.”
To have or to be, that is the question: whether 'tis nobler in the mind to suffer the slings and arrows of outrageous fortune, or to take arms against a sea of troubles, and by opposing, end them?

I want to fall into the absence of gravity, ...

The more I have the more I am. The more you have the more you are.
The more I have the more I... I want to fall. i´m sick of "my house, my car, my wife"

JUST ONE SHOT

we walk to the bar and we sing, meet up with some friends and we drink
a bit of whiskey, a bit of gin and some wine, a few beers, cheers! we are fine
a man speaks too loud, we tell him to shut up
he ignores us, so what should we do? now this freak can try to speak without teeth

angry, fucked up, going mad, life is often cruel and unfair, sometimes bad

a bit later we´re still here and we sing, about life and about what we drink
a bit of whiskey, a bit of wine, and some gin, but hey, who´s coming in?
a police officer in our pub, we tell him: “don’t move” and “Stop"!
he ignores us, so what should we do? just one shot, so much blood, oh my god

angry, fucked up ...

don´t care about the mess, get more booze and forget
call us aggressive, we don´t mind, ´cause mostly we are assholes but kind
oh my god, so much uniforms outside, hey devil, give us a ride
a lot of bombs and explosions, so well, now we are drinking and singing in hell

Angry, fucked up ...

WÜRDE

Die Würde des Menschen ist theoretisch vorhanden in der zivili-siierten, Realde-mokra-tie Würde, würde ich sagen, hat Federn gelassen, wenn die Würde denn Federn hätte.

Würde, könnte, hätte. ...hätte Fahradkette. Guantanamo ist immer irgendwo.

Die Würde stirbt jeden Tag auf der Behörde. Die Würde stirbt in der Uniform. Die Würde, würde ich sagen, stirbt in Armut an einer Grenze zwischen Überfluss, Waffengewalt und Angst.

Jump across the border! Fight law and order! I hope we meet again in better times!

Die Würde des Menschen ist theoretisch vorhanden in der zivili-siierten, Realde-mokra-tie Würde, würde ich sagen, hat Federn gelassen, wenn die Würde denn Federn hätte.
Die Würde würde rennen, würde sie die Menschen kennen. I hope we meet again in better times!

SCHRAUBEN

sei nicht traurig, dass die verhältnisse so sind, wie sie sind, denn daran hast du keine schuld, wir geh’n los und schmeissen schrauben ins getriebe, wir sind diebe in ‘nem laden, den wir nicht bezahlen könn‘ (und woll’n)

ich hab‘ mein sofa und ich hab‘ mein klo, ich hab‘ mein handy und mein tv, ne fernbedienung dazu hab ich sowieso, die geht auch für die mikrowelle, ganz genau.
wir verhandeln mit den leuten diese viel zu hohen preise und wir streiten uns mit freunden über irgendeine scheisse und wir machen ständig sachen und wir liegen knapp daneben, außer an den guten tagen wo wir wirklich was erleben.

sei nicht traurig, dass die verhältnisse so sind, wie sie sind, denn daran hast du keine schuld, wir geh’n los und schmeissen schrauben ins getriebe, wir sind diebe in ‘nem laden, den wir nicht bezahlen könn‘

ich hab‘n hass, auch das is‘ punk, doch ich hab‘ auch’n konto auf der bank, ich hasse zinsen, miete und steuern, lass sie mir trotzdem aus der tasche leiern.
wir verheddern unsere leben in zu vielen kompromissen, die gedanken haben tausende von mollis schon geschmissen, auf die banken, die paläste, auf den ganzen reichen käse, auf die panzer, die vergifter und auf das abstrakte böse.

wer sich nicht fügt, wird verletzt, das is’n gutes beispiel jetzt. und wer was sprüht, bricht das gesetz, wir sprühen weiter, weil das fetzt.
wir verheddern unsere leben in zu vielen kompromissen, die gedanken haben tausende von mollis schon geschmissen, auf die banken, die paläste, auf den ganzen reichen käse, auf die panzer, die vergifter und auf das abstrakte böse.

VERSCHIEDEN

eine trägt ‘ne designer-bluse von jil sander für 450 euro und eine andere lebt lieber von hartz 4 in ihrer feuchten wohnung. einer lässt sich im krieg den kopf wegschiessen und ein anderer behält ihn lieber auf dem hals und setzt sich ne schicke mütze drauf. eine hat ‘ne pizza mit allem drum und dran und eine andere hungert lieber. die eine geht ins kino und die andere geht lieber kaputt.

wie verschieden die menschen doch sind, wie unterschiedlich. wie vielfältig und bunt ist diese welt. und alle können sich was aussuchen!

einer läuft seine neuen wanderschuhe ein und ein anderer läuft lieber amok. die eine tritt auf ’ne landmine und verliert beide beine, eine andere läuft die 100 meter in 11 sekunden. einer hat ne uniform an und haut allen in die schnauze, ein anderer wehrt sich dagegen und bricht sich lieber die nase. der eine geht auf’s konzert und der andere geht lieber kaputt.

wie verschieden die menschen doch sind…

eine holt sich morgens immer 5 schrippen und ein schokocroissant, ein anderer holt sich lieber die schweinegrippe. die einen verlieren alle ihre skrupel und die anderen ihren arbeitsplatz. die einen sind immer noch auf der suche nach dem sinn und die anderen auf der suche nach pfandflaschen. die einen gehen jeden tag neu in deckung und die anderen gehen lieber kaputt.

wie verschieden die menschen doch sind…

ALLE SYSTEME

Quadratmeterpreis viel zu hoch für diese Wohnung, ich hol mir den Vermieter zur Ergreifung der Belohnung, schmeiß die Ideen weg, wenn die Motten sie zerfressen, alles neu tapezieren und die Farbe nicht vergessen. Beschissene Gedanken auferstanden von Idioten, die beste Art zu Leben ist doch hier sowieso verboten, ihr habt soviel was sich bewegt einfach weggehau’n, um den Rest in legalisiertem Zwang zu verstau’n.

Wir gratulieren! Wir gratulieren! Alle Systeme funktionier‘n!! So effizient das Drumherum! Und nur der Mensch kommt darin um!

Gegendemo gegen NPD und Rudolf Hess, ya! Von prügelnden Bull’n krieg ich von vorn was auf die Fresse, demokratische Strukturen, Demokratenkameraden, du bist bloß pöbelnder Chaot und schon wird die Sache klarer.

Wir gratulieren!…

Leistung und Konsum sind zwei uns’rer höchsten Güter, so sprach vor geraumer Zeit mein guter Kumpel Dieter, dann wurd er arbeitslos und plötzlich nicht mehr satt, yetzt sucht er sein Glück in den Abfällen dieser Stadt!

Wir gratulieren!...    .......und nur der Dieter kommt drin um.

Das ist aber´n klassischer Einzelfall, würd ich jetzt mal sagen…  

TANZEN AUF TRÜMMERN   

Wir sitzen hier zusammen und mein Kaffee wird schon kalt. Dein Bier wird langsam warm und wir werden hier nicht alt. Die Zeit hat uns gefressen wie der Vogel den Wurm. Wir sind reichlich abgegessen und die Zeichen steh’n auf Sturm. Dieser Sturm wird langsam stärker, als wollt’ er uns verdau’n. Die Schafe sind schon weggeweht und fliegen in den Zaun. Der Zaun ist dann gebrochen und treibt hinaus auf’s Meer. Da schwimmt er nun seit Wochen und die Schafe hinterher.  

Manche reden tagelang über den Tod, and’re schmier’n sich lieber mal ein‘ Marmeladenbrot, wieder and’re werden blöde und bleiben sich nicht treu, ich guck‘ mir das an und ich denk‘ mir was dabei!

Wie fühlt sich das denn an, wenn sich gar nix mehr bewegt, die eigene Geschichte ihre Kapriolen schlägt, wie fühlt sich das denn an mit den Augen zur Wand, ‘n’ paar mal bin ich da auch mit dem Kopf schon reingerannt. Aber immer lustig Party, dann tut es nicht so weh, am liebsten manchmal saufen, bis ich nix mehr seh’, doch das ist ya das Schlimme, das krieg’ ich gar nicht hin, drum sauf’ ich nur ein bißchen, such’ mir selber meinen Sinn!

Manche reden ...

Plötzlich bricht der Deich und du bist überrascht, paar Menschen und paar Häuser ham’ die Fluten schon vernascht. Du hast vorher gewußt, dass sowas passiert, doch dass ist nun ‘ne Sache, die yetzt wenig interessiert. Yetzt wird erstmal gestorben, yetzt wird erstmal geweint, guck‘ ma‘ nicht so doof, denn es ist nicht so ernst gemeint. Such auch nicht den Sinn in diesem Satz, such ihn bei dir selber, such dir selber deinen Platz.

Manche reden ...

QUEER

when i was a little girl, then i was so good. when i was a little girl, then i was so bad.

are you a he-she or a she-male? a transgender straight or a lesbian female?
you don´t know? you should know! i am who i am, fuck knows the code!

i am a gender bender, i don´t like lavender. i don´t wear a suspender, no, i don´t.
but i won´t surrender to the pretender of the throne of sex.

i like the codes of society, so i have something to break.
so i have something to fight for and not to fight against me.

i am a gender bender …

you are a he-she and you´re a she-male. you´re a transgender straight and you´re a lesbian female.
you don´t have to know!
fuck knows the code!

pequeña rebelión

estamos sentando, estamos charlando, estamos tomando un tinto y uno más.
buscando relaciones, buscando soluciones para la pequeña rebelión.

deja lo que fue, no puedes mantener todo.
estamos ahora y aquí, hacemos lo imposible!

vuestras caras detrás de máscaras. no se sienten como payas@s en el cirque du solei?
quitense las máscaras, quitense la risa falsa para la pequeña rebelión!

deja lo que fue ...

a veces me pregunto para que luchamos, para que hacemos todo eso.
y tu me dices: la historia está escrito por la mano del hombre. lo que tenían las mujeres mucho tiempo
fueron las palabras del silencio.
por eso.

estamos sentando, estamos charlando, estamos tomando un tinto y uno más.
encontrando relaciones, encontrando soluciones para la pequeña rebelión.

deja lo que fue ...

WAS SOLL SEIN?

Was soll’n die Regentropfen auf meinem Kopf? Was soll’n die Schneeflocken in meinen Gedanken? Was soll die Spritze in deiner Hand? Was soll das Toastbrot da an der Wand? Was soll’n die Bull’n da vorm Parlament? Was soll der Zaun um diese Wiese? Was soll der Sprengstoff in dem Auto davor? Und was soll das Jammern und was soll‘n Lieder wie dieses?

Erzähl mir viel und bleib nicht allein. Du fragst, was ich habe?! Na was soll schon sein?!

Was soll der Krankenwagen vor meiner Tür? Was soll das Blaulicht, das niemand hör’n will und niemand seh’n will? Was sollen die weißen Wände, die niemand mag? Und was soll das Neonlicht am hellichten Tag? Was soll’n die Trümmer überall in der Stadt? Was soll’n die Toten in der Zeitung? Warum bist du immer zur falschen Zeit am falschen Ort? Was soll der Staatsschutz in meiner Leitung?

Erzähl mir viel…

Was soll’n die Blumen auf deinem Grab? Was soll der Pfaffe, der dich nicht kannte? Wenn das alles immer so trostlos endet, bleib‘ ich lieber noch da und denk‘ drüber nach.    
Erzähl mir viel…


EIN STÜCK WEG

Das Leben ist kurz oder lang, das weiß halt niemand so genau. Das Leben ist gut oder schlecht, das kommt halt darauf an. Und manchmal triffst du Menschen, mit denen gehst du dann ‘n‘ Stück zusamm‘ und manchmal ist dieses Stück auch länger als du denkst. Ich freu mich, daß wir uns hier mal getroffen haben. Das ist auch schon länger her und hält immer noch an. Ich freu mich, dass wir das bis hierher überstanden haben, zwischen all dem Mist, zwischen all den Deutschlandfahnen.

Ein Stück Weg, ein Stück Zeit, ein Stück Glück und ein Stück Unzufriedenheit...‘n‘ Haufen Spaß, ‘n‘ Haufen Müll, ein bißchen Sehnsucht, die nicht weiß, wohin sie will.

Nun sind wir losgeschwommen, ich bin gespannt, wo wir mal stranden. Gefühle, die Saltos machen und selten auf den Füßen landen. Global ist das ‘n‘ Scheißdreck wert, vielleicht auch nicht zu fassen. Vielleicht ist es auch Zeit, dieses Land mal zu verlassen. Ein Stück Weg, ein Stück Zeit, ein Stück Glück und ein Stück Unzufriedenheit...‘n‘ Haufen Spaß, ‘n‘ Haufen Müll, ein bisschen Musik, die nicht weiß, wohin sie will.

Irgendwo fängt alles an und irgendwo hört’s auch mal auf...das heißt im Allgemeinen dann schon Lebenslauf, doch was dazwischen ist, das zählt und ob es das tut und wenn es dann mal vorbei ist, will ich doch sagen „DAS WAR GUT!!!“

Ein Stück Weg, ein Stück Zeit, ein Stück Glück und ein Stück Unzufriedenheit...‘n‘ Haufen Spaß, ‘n‘ Haufen Müll, ein bißchen Text, der nicht weiß, wohin er will.         


FEIERABEND

Irgendwo in Deutschland in einem kleinen Ort, ein Stadt-, Wein-, Baumblüten- oder Schützenfest, die Leute trinken Wein und Bier in ihrem Revier, am Rande stehen Bo und Meka einfach so. Zuerst sind es nur Blicke, die ihnen zeigen, ihr gehört hier nicht dazu, dann folgen Worte. Und es dauert auch nicht lange und sie werden geschlagen, bis sie wegrennen und 50 Deutsche hinterher.

Keine gute Fee und keine Hilfe in diesem Albtraum…

Eine Stunde später und ein paar Ecken weiter, eine Menge Blut und ein Notarztwagen, Bo und Meka wurden schwer verletzt, die Leute feiern weiter als sei nichts geschehen. Eine ganze Weile später vor Gericht die Täter, Bewährungsstrafen für lebenslange Traumata, eine günstige Sozialprognose für die zertrümmerten Knochen und für Bo und Meka noch die Abschiebung per Gesetz.

Keine Gerechtigkeit und kein Frieden in diesem Albtraum!

Die Ausgrenzung von „Fremden“ steht im Gesetz, die Jagd auf alles „Fremde“ ist die Folge, die Ausgrenzung von „Fremden“ steht im Gesetz, der Hass auf alles „nicht-deutsche“ ist die Folge. The exclusion of strangers is written in the law, the hunting of everything different is the result, the exclusion of strangers is written in the law, the hate of everything „non-german“ is the result!

No justice, no peace!


WENN DER RÜCKSITZ BRENNT  

Die Aufrechten ham’ sich verbogen, die schrägen Vögel sind weggeflogen, ein paar gerade Linien werden vermisst, die Sesshaften ham’ sich verpisst. Die Lügen ham' so lange Beine, die Grenzenlosen bau’n selber Zäune, die Polizei fährt mit Sirene, die Armut lacht auch ohne Zähne…

Ich will, dass der Asphalt platzt, wenn ich auf ihm laufe, ich will, dass du mir Hoffnung machst, auch wenn ich sie nicht brauche, ich will, dass der Rücksitz brennt, wenn ich mit dem Auto fahr’. und alles nur, damit ich schnell vergesse, wie’s mal war.

Die Zahmen singen Friedenslieder, die wilden Vögel fliegen wieder, bis sie ein Schuss vom Himmel holt, Schützenfest, die Meute johlt. So komm’ alle unter die Räder, im Wind tänzeln blutige Federn, die schlechten Zeiten geh’n vorüber, die Welt dreht sich auch ohne Lieder!

Ich will, dass der Asphalt platzt, wenn ich auf ihm laufe, ich will, dass du mir Hoffnung machst, auch wenn ich sie nicht brauche, ich will, dass der Rücksitz brennt, wenn ich mit dem Auto fahr’. und alles nur, damit ich schnell vergesse, wie’s mal war…alles nur, damit ich schnell vergesse, wie's mal war, alles nur, damit ich schnell vergesse, wie's mal war.


SINN

Wenn ich dir jetzt sage, dass ich denke, dass die Scheiße niemals aufhört und die Menschen werden kämpfen bis sie bluten oder sterben für das nackte Überleben ist es gut sich zu bewegen gegen all die Mechanismen, die so oft den Tod bedeuten. Wenn ich dir jetzt sage, dass ich denke, es ist trotzdem nix vergebens, wir im Laufe dieses Lebens die Erfolge oft nicht sehen, denn die Wege, die wir gehen, hinterlassen ihre Pfade, die dann andere beschreiten und so geht es immer weiter.

Sinn, auch wenn es kaum zu sehen ist, macht das alles!

Du bist einer von den’, die immer auf die Straße geh’n, die sich wirklich engagieren gegen Nazis, gegen Krieg, für die Menschenwürde und dafür, dass die verdammte Ungleichbehandlung endlich ein Ende findet.

Sinn, auch wenn es kaum zu sehen ist, macht das alles!